Zutaten für eine Portion
- 200 g Rindfleisch (Gulasch aus der Schulter)
- 1/2 EL Chiliöl
- 1/2 EL Tomatenmark
- 1 kleine Zwiebel
- 1 große Möhre
- 1 Fleischtomate
- 40 g Edamame (abgetropft)
- 100 ml trockener Rotwein
- 100 ml Rinderbrühe, plus etwas zum Nachgießen
- 1 Lorbeerblatt
- 1 Zweig Thymian
- 1 kleiner Zweig Rosmarin
- Salz und Pfeffer

Nimm für eine einzelne Portion wirklich einen kleinen Topf. In einem großen Bräter steht das bisschen Flüssigkeit nur dünn am Boden, verdampft viel zu schnell und du musst ständig nachgießen. Im kleinen Topf mit Deckel steht das Fleisch ♠ schön in der Brühe und zieht in Ruhe durch.
Schritt für Schritt
1
Das Rindfleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Zwiebel fein würfeln, Möhre schälen und in Scheiben schneiden. Alles getrennt bereitstellen.
2
Das Chiliöl im kleinen Topf erhitzen und das Fleisch rundum scharf anbraten. Die Menge passt in einem Durchgang, achte nur darauf, dass die Würfel nebeneinander liegen und sich nicht stapeln. Salzen und pfeffern.
3
Möhre und Zwiebel dazugeben und kurz mitbraten, bis die Zwiebel glasig ist. Das Tomatenmark unterrühren und eine Minute mitrösten, das nimmt ihm die Säure.
4
Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratensatz vom Boden lösen. Die gleiche Menge Rinderbrühe dazugeben, Lorbeerblatt, Thymian und Rosmarin einlegen.
5
Deckel drauf, Herd auf ganz kleine Flamme und alles etwa zwei Stunden ziehen lassen. Bei der kleinen Menge geht schneller Flüssigkeit verloren, also alle 20 bis 30 Minuten kurz reinschauen und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
6
Die Tomate oben kreuzweise einritzen, mit heißem Wasser übergießen und kurz blanchieren. Danach lässt sich die Haut in Streifen abziehen. Tomate grob würfeln.
7
Die gewürfelte Tomate in den Topf geben und weitere 30 Minuten offen oder halb geschlossen köcheln lassen, bis sie zerfallen ist.
8
Etwa eine Viertelstunde vor Ende die Edamame unterrühren. So bleiben sie bissfest und werden nicht matschig.
9
Lorbeerblatt und die Kräuterzweige herausnehmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß in einer tiefen Schale servieren.
Häufige Fragen zu Saschas Familiensuppe
Kommt Saschas Familiensuppe genau so im Anime vor?
Nein. In Attack on Titan gibt es kein ausformuliertes Rezept für diese Suppe. Sascha stammt aus einem Jägerdorf in den Bergen, und ihre Liebe zum Essen ist ein fester Teil ihrer Figur. Dieses Rezept ist meine Interpretation davon, was in so einem Haushalt im Topf gelandet sein könnte.
Welches Rindfleisch eignet sich am besten?
Durchwachsenes Schmorfleisch, also Gulasch aus der Schulter, der Wade oder aus der Beinscheibe. Mageres Fleisch wie Filet oder Steakabschnitte funktioniert hier nicht gut, weil es bei zweieinhalb Stunden Kochzeit trocken und faserig wird. Du brauchst Bindegewebe, das langsam weich wird.
Geht die Suppe auch ohne Rotwein?
Ja. Ersetze den Wein einfach durch die gleiche Menge Rinderbrühe und gib zum Ablöschen einen kleinen Schuss Balsamico oder Rotweinessig dazu. Damit bekommst du die Säure zurück, die sonst der Wein liefert.
Kann ich die Suppe vorkochen oder einfrieren?
Unbedingt sogar. Aufgewärmt schmeckt sie am nächsten Tag noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind. Zum Einfrieren am besten ohne die Edamame kochen und diese erst beim Aufwärmen frisch dazugeben, dann bleiben sie bissfest.
Wodurch kann ich die Edamame ersetzen?
Dicke Bohnen oder junge grüne Erbsen kommen dem am nächsten. Sie bringen die gleiche frische, grüne Note und den leichten Biss, den die Suppe zum Schluss braucht.

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Saschas Familiensuppe aus Attack on Titan
Wenn es in Attack on Titan eine Figur gibt, die man sofort mit Essen verbindet, dann Sascha Braus (im Englischen Sasha Blouse). Das Kartoffelmädchen aus dem Jägerdorf Dauper, das lieber isst als redet und für einen ordentlichen Teller so ziemlich alles riskiert. Ihre Familie lebt in den Bergen hinter der Wall Rose vom Jagen, und genau da wollte ich hin: kein feines Restaurantgericht, sondern das, was nach einem langen Tag im Wald über dem Feuer steht und einfach immer mehr wird, je länger es köchelt.
Herausgekommen ist ein deftiger Rindfleisch-Eintopf: Fleisch scharf angebraten, mit Rotwein abgelöscht, zwei Stunden lang in Brühe mit Lorbeer und Kräutern zusammengezogen, dazu frische Tomaten und zum Schluss Edamame als kleine Verbeugung Richtung Japan. Genau das, was Anime Cooking für mich ausmacht: eine Brücke zwischen der Küche, mit der ich aufgewachsen bin, und der Welt, aus der die Serien kommen.
Ehrlich gesagt: Ein exaktes Rezept für diese Suppe gibt es in der Serie nicht. Das hier ist meine Interpretation davon, was bei Familie Braus im Topf gelandet sein könnte. Wer es lieber kanonisch mag, darf gern trotzdem mitkochen, es schmeckt nämlich unabhängig von der Vorlage richtig gut.
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